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Lehrbücher - ein paar Rezensionen


"Du studierst doch Jura, du musst das doch wissen..." – ein Satz, den ihr jetzt, wo ihr offiziell, den Titel „stud. jur.“ führen dürft, wohl öfter hören werdet.

Das Problem mit der lieben Verwandtschaft und euren Freunden ist nämlich, dass sie einfach nicht begreifen wollen, dass man – nur weil man zufällig seit 3 Wochen Jura studiert – nicht weiß ob der „Idiot von einem Chef“ einem „verdammt nochmal noch mindestens 1000 € schuldet“ oder eben nicht. Achso und macht euch keine Hoffnungen: Das wird nicht besser! – aber, keine Angst Juristen müssen (und können) nicht alles wissen, sie müssen nur wissen wo es steht!

Das heißt für euch: Um Bücher werdet ihr in eurem Studium kaum herumkommen und ein Blick in die Bibliothek beweist, es gibt durchaus ausreichend bedrucktes Papier um euch die nächsten Jahre zu beschäftigen. Trotzdem ein gutes Lehrbuch reicht am Anfang völlig aus. Nur woran erkennt man ein gutes Lehrbuch?

 

Nun, ich marschierte damals hocherhobenen Hauptes –schließlich war ich ja nun Studentin – mein neuerworbenes Gesetzbuch unterm Arm in einen Buchladen, baute mich vor der Dame an der Information auf und verkündete stolz, ich bräuchte bitte „das Lehrbuch zum Öffentlichen Recht“. Sie schaute mich etwas irritiert an und fragte: „Welches denn?“ Immer noch ziemlich zuversichtlich ergänzte ich „Na das zum Staatsorganisationsrecht“ (hatte ich im Vorlesungsverzeichnis gelesen, klang super). Daraufhin nickte die Dame und schickte mich in Gang 3. „Gang 3, sehr schön und wo da?“, wollte ich jetzt wissen. „Na Gang 3“ und weil sie langsam genervt wirkte, beschloss ich eben einfach selbst nach dem Buch zu suchen. Tja, das ganze Regal war voll mit Lehrbüchern zum öffentlichen Recht. Geknickt habe ich dann einfach eins gekauft (das Cover hatte mir am besten gefallen und besonders dick war es auch nicht), gelesen habe ich bis heute nicht mehr als die Einleitung und schon die verstehe ich nicht. Ein echter Fehlkauf also!

 

Was sollt ihr daraus lernen? Es ist wirklich wichtig, das Lehrbuch zu finden, mit dem ihr am besten Arbeiten könnt, denn das perfekte „So schreibst du sicher 18 Punkte“-Buch gibt es leider nicht. Der eine braucht viele Beispiele, der nächste mag Grafiken und Schaubilder, wieder andere bevorzugen Fließtext. Deshalb solltet ihr euch (bevor ihr Geld für ein Buch ausgebt, das ihr nach den ersten zwei Seiten Lektüre verzweifelt in die Ecke schmeißt) die Zeit nehmen und in ein paar Büchern blättern, mal rein lesen und schauen ob euch der Stil des Buches gefällt oder nicht. Weil ich aber weiß, dass man sich gerade am Anfang in der Bibliothek durchaus etwas verloren fühlen kann, folgen nun einige Buchvorschläge. Vielleicht findet ihr ja so euer ganz persönliches Lieblingsbuch!

 

(Laura Schmitt - Präsidentin)

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